Stellen Sie sich vor, Sie erleiden eine Zahnverletzung, die Ihren Zahn unterhalb des Zahnfleischrandes bricht. Wäre Ihr erster Gedanke die Extraktion? Die moderne Zahnheilkunde bietet eine Alternative: die kieferorthopädische Extrusion, eine zunehmend geschätzte zahnerhaltende Technik. In diesem Artikel werden die Prinzipien, Anwendungen, Verfahren, Vorteile und Überlegungen dieser innovativen Behandlung untersucht.
Bei der kieferorthopädischen Extrusion, auch forcierte Eruption genannt, werden subgingival gebrochene Zahnsegmente durch kontrollierte kieferorthopädische Kräfte schrittweise in die richtige Position gebracht. Diese Technik stimuliert die Regeneration des parodontalen Gewebes und den Umbau des Alveolarknochens, sodass sowohl der Zahn als auch der Stützknochen koronal wandern können. Anstatt den Zahn einfach zu „ziehen“, sorgt dieser biologische Prozess für eine stabile Neupositionierung.
Die kieferorthopädische Extrusion ist nicht universell einsetzbar, erweist sich jedoch als wirksam für:
Der Extrusionsprozess umfasst typischerweise:
Die kieferorthopädische Extrusion bietet eine praktikable Alternative zur Extraktion subgingival beeinträchtigter Zähne. Obwohl diese Technik nicht universell anwendbar ist, zeigt sie, wie die moderne Zahnheilkunde den Zahnerhalt durch innovative biologische Ansätze in den Vordergrund stellt.